Eines der Themen 2017 wird Cross-Device-Marketing. Nicht nur Group M investiert in Werbetechnologie. Jetzt haben sich im deutschen Markt zwei Firmen zusammengetan, um geräteübergreifend Kampagnen zu steuern. Appnexus und das Berliner Multi-Device Unternehmen Roq.ad schließen eine Kooperation und wollen damit Programmatic Advertising weiter voranbringen.

Roq.ad hat sich darauf spezialisiert, Kampagnen über alle mobilen und stationären Endgeräte hinweg auszuspielen – und das datenschutzkonform. Bereits jetzt hat Roq.ad die Zertifizierung zur neuen EU-Datenschutz-Grundverordnung, die 2018 in Kraft tritt. Im Zuge der Kooperation können Werbungtreibende und Media-Agenturen ab sofort über die Appnexus-Plattform ihre Kampagnen in Echtzeit automatisiert und kanalübergreifend aussteuern.

“Roq.ad ist jetzt mit seiner kanalübergreifenden, auch in Deutschland datenschutzkonformen Lösung integriert und ermöglicht so eine effektivere Kampagnenplanung und -aussteuerung”, sagt Ulrich Hegge, VP Strategic Market Development, DACH bei Appnexus. “Das ist für uns ein gutes Beispiel, wie unser Programmatic Advertising-Ökosystem Vertrauen schafft und eine möglichst einfache Nutzung erlaubt.”

Kanalübergreifendes Nutzer-Tracking ist noch immer eine der zentralen Herausforderungen für Werbekunden, meint Carsten Frien, Mitgründer und CEO von Roq.ad. “Unsere innovative und datenschutzkonforme Technologie trägt dazu bei, dass programmatischer Mediahandel mehr Anerkennung bei Werbekunden im europäischen und insbesondere im deutschen Markt findet.”

W&V online hat Carsten Frien zur Zusammenarbeit mit Appnexus und den Trends im Online-Marketing befragt:

Was ändert sich durch diese Kooperation für die Kunden?

Sie spiegelt einen positiven Trend im Bereich der Online-Werbung wider, da kanalübergreifendes Nutzer-Tracking noch immer eine der zentralen Herausforderungen von Werbekunden ist. Unsere innovative Technologie ergänzt die Plattform von AppNexus ideal und trägt so zu einer effektiveren Kampagnenplanung und -Aussteuerung bei.

Wo müssen Werbungtreibende nachrüsten?

Werbungtreibende müssen endlich lernen, geräteübergreifend zu denken und sich nicht mehr nur auf einzelne Kanäle fokussieren. Dazu gehört auch, den Cross-Device-Prozess richtig zu verstehen und beim Einkauf von Technologien darauf zu achten, dass diese cross-device-fähig sind. Auch bei der Mediaplanung sollte das Buchen von Cross-Device-Daten zum Standard werden, um Konsumenten auf allen ihren Geräten zu erreichen.

Wie wird sich Crossdevice-Marketing 2017 entwickeln?

Cross-Device Marketing wird im kommenden Jahr zum Game Changer im Bereich Customer Experience und sollte fester Bestandteil in der Mediaplanung sein, um eine datenbasierte und zugleich datenschutzkonforme Ansprache von Konsumenten über alle digitalen Endgeräte hinweg zu ermöglichen. Da Nutzer ständig zwischen mehreren Endgeräten wechseln, ist es essentiell, dass personalisierte Werbung über mehrere Devices ausgesteuert wird und so den Konsumenten genau dort erreicht, wo er sich gerade befindet.

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